Welche Heizung für ein Gartenhaus? So können Sie Ihr Gartenhaus heizen

Drei alternative Heizmethoden und ein Bild mit einer gemütlichen Szene vor einem Holzofen

Gartenhäuser werden heutzutage gerne als gemütliche Oase im eigenen Garten, als Ferienhaus oder als Gartenlaube genutzt. Viele Gartenhausbesitzer möchten ihr Gartenhaus verständlicherweise nicht nur im Sommer nutzen. Doch sobald die Abende im Spätsommer kühler werden, stellt sich die Frage nach der Heizung für ein Gartenhaus. Natürlich können Sie ein Gartenhaus im Winter nutzen, wenn sie es beheizen. Dafür müssen verschiedene Voraussetzungen gegeben sein. Welche Heizungsart die beste für Ihr Gartenhaus ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise der Nutzungshäufigkeit ab. Lesen Sie, welche Heizungsarten grundsätzlich für Gartenhäuser infrage kommen, welche Vor- und Nachteile sie haben und worauf Sie außerdem achten sollten.

Diese Fragen sollten Sie im Vorfeld klären

Bevor Sie sich für eine Heizung entscheiden, sollten Sie zunächst überlegen, wie Sie die Heizung passend für Ihre Bedürfnisse dimensionieren. Denn das beste Heizgerät richtet sich vor allem nach dem Heizbedarf und der Häufigkeit der Nutzung. Wenn Sie Ihr Gartenhaus nur an wenigen Tagen im Winter beheizen möchten, reicht vielleicht eine kostengünstige aber weniger effiziente Lösung aus. Wollen Sie Ihr Gartenhaus als Homeoffice oder zum Wohnen nutzen, werden Sie sicher anders kalkulieren. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei, eine gute Heizung für Ihr Gartenhaus zu finden:

  • Wie oft möchten Sie Ihr Gartenhaus im Winter beheizen? Nur ab und an für ein paar Stunden oder dauerhaft?
  • Wie groß ist das Gartenhaus? Ist es zweistöckig?
  • Wie gut ist die Isolierung Ihres Gartenhauses?
  • Wie hoch ist Ihr Budget für die Heizung?
  • Wie wichtig ist Ihnen ein umweltfreundliches Heizsystem?
  • Suchen Sie eine stromsparende Heizung für Ihr Gartenhaus?
  • Ist ein Stromanschluss vorhanden?
  • Soll die Heizung fest installiert werden oder bevorzugen Sie eine mobile Lösung?

Heizkosten sparen durch eine Wärmedämmung

Ihr Gartenhaus sollte über eine gute Isolierung verfügen, wenn Sie es im Winter dauerhaft beheizen möchten. Bei fehlender Isolierung geht ansonsten Energie über die Wände und das Dach verloren.

Übersicht der verschiedenen Wandstärken
Hohe Wandstärke = Gute Isolierung = Niedrige Heizkosten

Die Holzwände aller Gartenhäuser bieten bereits eine gute Grundisolierung, weil Holz grundsätzlich gut isoliert. Je höher die Wandstärke, desto besser wird die Wärme im Inneren des Gartenhauses gehalten. Handelt es sich um ein Gartenhaus mit großer Glasschiebetür, sollte es sich um Iso-Glas handeln.

Eine Wandstärke von 40/44 Millimeter reicht aus, wenn Sie das Gartenhaus im Frühling und Herbst nutzen und gelegentlich heizen möchten.

Wohnen Sie in dem Haus oder verbringen dort im Winter viel Zeit, sollte die Wandstärke besser 70 mm oder mehr betragen, damit das Gartenhaus kosteneffizient beheizbar ist.

Zusätzlich können Sie das Haus mit einer Wärmedämmung ausstatten, um Heizkosten zu sparen. Eine Wärmedämmung schützt Ihr Gartenhaus übrigens nicht nur vor Energieverlust im Winter, sondern hält es auch im Sommer länger kühl.

Verschiedene Heizungsarten für Gartenhäuser und ihre Vor- und Nachteile

Gartenhaus mit einer Elektroheizung beheizen

E-Heizungen werden häufig zum Heizen von Gartenhäusern verwendet. Sie sind in der Anschaffung preiswert, verursachen aber vergleichsweise hohe Energiekosten. Bei einem Strompreis von 0,30 € pro Kilowattstunde kostet der Betrieb einer Elektroheizung mit 2000 W Leistung bereits 0,60 € pro Stunde. Deswegen ist eine Elektroheizung vor allem dann eine gute Lösung, wenn Sie das Gartenhaus nur gelegentlich für kurze Zeit beheizen möchten.

Elektroheizungen gibt es in unterschiedlicher Art. Diese Vor- und Nachteile gelten aber im Grunde für alle Heizungstypen, die mit Strom gespeist werden.

Vorteile von Elektroheizungen für das Gartenhaus:

  • günstiger Anschaffungspreis
  • unkomplizierte und schnelle Inbetriebnahme, keine aufwendige Installation nötig
  • Elektroheizungen heizen ohne Verbrennung und somit ohne Abgase und ohne Sauerstoffverbrauch
  • Die meisten Geräte sind mobil und können so auch anderweitig genutzt werden

Nachteile von Elektroheizungen

  • hohe Betriebskosten aufgrund der hohen Strompreise in Deutschland
  • nicht umweltfreundlich

Je nachdem, ob es sich bei der Elektroheizung um einen Heizlüfter, einen Konvektor, einen Öl Radiator oder einen Infrarotstrahler handelt, haben die Geräte weitere Vor- und Nachteile.

Gartenhaus mit einem Heizlüfter beheizen

Der Heizlüfter ist die einfachste und preisgünstigste Art der Elektroheizung. Über einen Ventilator wird die Kaltluft angesaugt und über Heizelemente erwärmt. Die warme Luft wird dann wieder in den Raum geblasen.

Heizlüfter erwärmen den Raum sehr schnell, sie müssen nicht installiert werden und sind in der Regel mobil. Der Stromverbrauch ist aber vergleichsweise hoch, sodass diese Form der Heizung sehr hohe Betriebskosten aufweist. Ein Heizlüfter ist eine gute Lösung, wenn Sie das Gartenhaus nur selten beheizen möchten.

Vorteile von Heizlüftern:

  • Erwärmen den Raum sehr schnell und sind daher auch zum kurzfristigen Aufwärmen von kleinen Räumen geeignet
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Mobil, sofern nicht an der Wand montiert

Nachteile:

  • hoher Stromverbrauch
  • für große Gartenhäuser oder Häuser mit zwei Räumen nicht effizient genug
  • erzeugen durch den Ventilator ein Betriebsgeräusch und wirbeln Staub auf

Hinweis: Wenn Sie sich für einen Heizlüfter entscheiden, achten Sie darauf, dass Luftauslass und Lufteinlass nicht versperrt sind. Bei Stauwärme kann es zu einer Überhitzung und in Ausnahmefällen auch zu einem Brand kommen.

Eine günstige Alternative ohne störendes Gebläse ist ein Heizstrahler fürs Gartenhaus.

Konvektorheizung für das Gartenhaus nutzen

Ein Konvektor erwärmt die Luft ähnlich wie ein Heizlüfter, allerdings ohne Ventilator. Die kalte Luft strömt von unten in den Konvektor und wird dort über Heizelemente erwärmt. Die warme Luft steigt von selbst nach oben und wird an die Raumluft abgegeben.

Konvektoren heizen den Raum langsamer auf als ein Heizlüfter, dafür erzeugen sie aber kein störendes Geräusch. Es gibt inzwischen auch Geräte mit integriertem Gebläse, das Sie optional hinzuschalten können, damit es schneller warm wird.

Vorteile von Konvektoren

  • günstiger Anschaffungspreis
  • flexibel nutzbar
  • leises Betriebsgeräusch im Vergleich zum Heizlüfter

Nachteile

  • eignen sich nur für kleinere Räume
  • hoher Stromverbrauch
  • die Erwärmung des Raumes dauert im Vergleich zum Heizlüfter länger

Öl-Radiator zum Beheizen eines Gartenhauses

Ein Öl-Radiator sieht aus wie ein gewöhnlicher Rippenheizkörper. Er ist mit Öl gefüllt und wird elektrisch erwärmt. Die Geräte sind auf Rollen gelagert. Für den Betrieb brauchen Sie nur eine Steckdose.

Ein wesentlicher Vorteil von Radiatoren ist die Speicherwärme. Während es im Raum sofort kalt wird, wenn Sie einen Heizlüfter ausstellen, speichert der Radiator die Wärme und gibt sie auch nach dem Abschalten noch an die Raumluft ab. Durch die Speicherfähigkeit ist der Energieverbrauch geringer. Dafür heizt der Öl-Radiator den Raum aber wesentlich langsamer auf. Je nach Größe des Raumes dauert es mindestens eine halbe Stunde, bis es angenehm warm wird. Die Geräte sind bei ausreichender Größe auch zum Beheizen großer Gartenhäuser geeignet.

Vorteile des Öl-Radiators:

  • gute Heizleistung, auch für große Gartenhäuser geeignet
  • Speicherwärme, daher geringerer Stromverbrauch im Vergleich zum Heizlüfter
  • kein Betriebsgeräusch und kein Aufwirbeln von Staub
  • keine Brandgefahr

Nachteile:

  • Radiatoren brauchen länger, um den Raum zu erwärmen
  • die Geräte haben ein hohes Eigengewicht

Infrarotheizung für ein Gartenhaus

Infrarotheizungen arbeiten nach einem anderen Prinzip, sie erwärmen nicht die Raumluft, sondern Objekte im Raum. Die Infrarotstrahlung erwärmt den menschlichen Körper aber auch Wände und Gegenstände. Die Raumluft selbst wird nur geringfügig durch die Berührung mit den Gegenständen aufgewärmt. Die Wärme einer Infrarotheizung wird als besonders angenehm empfunden, weil sie der natürlichen Wärmestrahlung der Sonne gleicht. Infrarotheizungen erzeugen im Gartenhaus eine gleichmäßige und angenehme Wärme.

Grundsätzlich dauert es etwas, bis der Raum mit einer Infrarotheizung aufgewärmt ist. Wenn Sie selbst aber in der Nähe der Heizung sitzen, werden Sie die Wärme sofort spüren. Im Vergleich zu anderen Elektroheizungen wie beispielsweise dem Heizlüfter sind Infrarotheizungen in der Anschaffung teurer. Sie haben aber je nach Gerät einen niedrigeren Stromverbrauch. Sie können flach an der Wand oder sogar unter der Zimmerdecke befestigt werden.

Die erzeugte, trockene Wärme beugt übrigens auch der Schimmelbildung vor, was bei einem Gartenhaus aus Holz vorteilhaft ist.

Vorteile von Infrarotheizungen für Gartenhäuser:

  • angenehme Wärme
  • im Vergleich zu anderen Elektroheizungen geringerer Stromverbrauch
  • geräuschloser Betrieb, keine Staubaufwirbelung
  • einfache Installation, sicher und langlebig
  • die trockene Wärme beugt der Schimmelbildung bei Gartenhäusern aus Holz vor

Nachteile

  • etwas höherer Anschaffungspreis, je nach Größe und Qualität
  • da die Luft nicht direkt erwärmt wird, ist die Heizung nicht so gut regulierbar

Das Gartenhaus heizen ohne Strom – die Gasheizung

Gasheizungen sind eine Alternative zu Elektroheizungen für ein Gartenhaus. Sie haben verschiedene Vor- aber auch Nachteile. Gasheizungen bieten sich vor allem dann an, wenn im Gartenhaus nicht genügend Strom vorhanden ist oder gar kein Stromanschluss besteht.

Ein Gasofen für Gartenhäuser ist Strom unabhängig, er wird mit Propan- oder Butangas betrieben. Da in der Regel in Gartenhäusern keine Gasleitung vorhanden ist, werden Sie eine Propangasheizung wahrscheinlich über eine Gasflasche mit Gas versorgen. Die Gasflasche kann im Inneren des Gartenhauses oder auch außerhalb platziert werden. Es gibt auch Gasheizungen, bei denen die Gasflasche bereits ins Heizgehäuse integriert ist.

Gasheizungen gibt es mit oder ohne Gebläse und es besteht auch die Möglichkeit, ein zusätzliches Gebläse anzuschließen.

Die Gefahren von Gasheizungen in Gartenhäusern

Moderne Gasheizungen als vergleichsweise sicher. Sie haben eine Abschaltautomatik, die mit Sauerstoffsensoren verbunden ist. Sobald ein bestimmter Sauerstoffwert im Gartenhaus unterschritten wird, schaltet sich die Heizung sofort ab. Mit diesem System sind aber nicht alle erhältlichen Gasheizungen ausgestattet.

Zu den Heizkosten: Gasheizungen sind im Betrieb grundsätzlich günstiger als Stromheizungen, wobei der Unterschied aufgrund der gestiegenen Gaspreise nicht mehr so groß ist, wie früher.

Grundsätzlich verbrauchen alle verbrennungsbasierten Heizungen Sauerstoff. Bei der Verbrennung von Gas entsteht Kohlendioxid. Bei unzureichender Luftzufuhr kann sich sogar Kohlenmonoxid bilden. Kohlenmonoxid ist ein geruchsloses, tödliches Gas. Immer wieder ist in der Presse von Unfällen durch Kohlenmonoxidvergiftungen zu lesen. Deswegen ist es wichtig, die Gasheizung regelmäßig auf Sicherheit zu überprüfen und für eine gute Belüftung im Gartenhaus zu sorgen.

Gasheizungen sind teilweise genehmigungspflichtig

Falls möglich, entscheiden Sie sich für eine Außenwand Gasheizung für Ihr Gartenhaus. Außenwandheizgeräte gelten als wesentlich sicherer. Sie ziehen die Luft für die Verbrennung von außen und leiten auch die kohlendioxidhaltige Abluft nach außen. Solche Gasheizungen müssen im Gartenhaus aber fest in der Wand installiert werden. Je nach lokalen Auflagen kann es sich um eine genehmigungspflichtige Gasheizung handeln. Falls Sie sich für diese Variante interessieren, sollten Sie sich am besten zunächst bei Ihrem zuständigen Schornsteinfegermeister erkundigen.

Vorteile von Gasheizungen für ein Gartenhaus:

  • es wird kein Stromanschluss benötigt
  • Gas ist meistens günstiger als Strom
  • leiser Betrieb
  • effiziente Heizung, auch für große Gartenhäuser geeignet
  • heizen den Raum sehr schnell auf

Nachteile:

  • bei Defekten, falscher Nutzung oder falscher Installation gefährlich
  • gute, moderne Geräte sind teuer

Der Kaminofen im Gartenhaus: gemütlich heizen mit Holz

Kaum eine andere Heizquelle ist so gemütlich, wie ein Kaminofen, in dem ein Feuer prasselt. Es gibt unterschiedliche Holzöfen für Gartenhäuser in verschiedenen Varianten.

Ein Kaminofen

Gut zu wissen: Grundsätzlich ist ein Kaminofen immer eine sehr starke Heizquelle, bei einem zu kleinen Gartenhaus kann er überdimensioniert sein. Holzheizungen bzw. Kaminöfen für Gartenhäuser sind in Deutschland normalerweise genehmigungspflichtig.

Installationsregeln für Kaminöfen in Gartenhäusern

Sicherheitsabstand

In einem Holzhaus müssen Sie natürlich etwas vorsichtiger sein. Rund um den Ofen (Rückseite, Wände und Decke) muss mindestens ein Abstand von 30 cm zu Wänden und Möbeln frei bleiben. Vor dem Ofen selbst sollten Sie mindestens 50 cm Abstand einhalten.

Brandschutzplatten und Ofenrohr

Sowohl die Wand hinter dem Ofen als auch der Boden, auf dem sich das Gerät befindet, müssen mit Brandschutzplatten verkleidet werden.

Das Ofenrohr wird durch die Wand geführt, Sie müssen es ebenfalls brandschutzsicher installieren.

Gefahren durch einen Holzofen im Gartenhaus

Für den Kamin oder Holzofen gelten grundsätzlich dieselben Sicherheitswarnungen wie für eine Gasheizung. Die Geräte verbrauchen Sauerstoff und es kann bei ungünstiger Belüftung zur Entstehung von Kohlenmonoxid kommen. Sie müssen das Gartenhaus also gut belüften, wenn Sie es mit Holz beheizen möchten. Ein Rauchabzug ist ebenfalls unabdingbar, denken Sie wegen der Rauchbildung auch and genügend Abstand zum Nachbargrundstück.

Vorteile von Kaminöfen im Gartenhaus

  • schnelle, angenehme und trockene Wärme
  • gemütliche Atmosphäre
  • Holz ist im Vergleich zu Strom preiswert
  • der Brennstoff Holz gilt als klimaneutral

Nachteile:

  • genehmigungspflichtig, es müssen viele Brandvorschriften beachtet werden
  • aufwändige Installation
  • werden für Gartenlauben in Kleingartenanlagen ( siehe auch Gartenhaus 24 qm nach Bundeskleingartengesetz) normalerweise nicht genehmigt
  • gefährlich bei falscher Nutzung oder fehlerhafter Installation

Gartenhaus umweltfreundlich beheizen: Elektrische Heizung mit Solar Technologie

Solarpanels auf dem Dach des Gartenhauses in Kombination mit einer Elektroheizung sind grundsätzlich eine gute Alternative zu Heizungen, die mit Gas oder Holz befeuert werden. Solarpanels gelten als umweltfreundlich und klimaneutral. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass Sie den erzeugten Strom das ganze Jahr über nutzen können, beispielsweise für die Beleuchtung, eine Musikanlage, einen Fernseher etc.

Eine Solaranlage

Die Lösung ist zweifelsohne nicht ganz billig und es müssen auch genügend große Solarmodule angebracht werden. Genau das ist aber auch der Knackpunkt für viele Gartenhausbesitzer. Denn damit die Fotovoltaikanlage genügend Strom zum Heizen und für andere Zwecke erzeugt, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Das Dach muss eine große Fläche aufweisen und auch der Neigungswinkel muss stimmen. Für Deutschland wird ein Neigungswinkel zwischen 32 und 37° empfohlen, bei einem Design Gartenhaus mit Flachdach müssen die Panels also mit Winkel aufgestellt werden. Auch das Wetter muss mitspielen, genügend Sonnenstunden sind für die Stromerzeugung nötig.

In der Praxis entscheiden sich die meisten Gartenbesitzer für eine Kombilösung. Sie installieren eine kleine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Gartenhauses (oder zusätzlich auf dem Vordach), um damit zum Beispiel die Beleuchtung oder eine Musikanlage zu betreiben. Viele Elektroheizungen haben einen Stromverbrauch von mindestens 2000 W, dafür reichen Panele auf einem kleinen Gartenhausdach meist nicht aus.

Selbst auf großen Gartenhäusern, die beispielsweise als Ferienhaus genutzt werden, ist die Fotovoltaikanlage in der Praxis oft nur eine Ergänzung. Zwar kann auf dem großen Dach grundsätzlich mehr Strom erzeugt werden, aber der Strombedarf ist bei dem großen Gartenhaus nun einmal höher. Ein verlässlicher Betrieb einer Elektroheizung und zusätzliche Energie für Elektrogeräte ist oft nicht möglich.

Fazit zur Solaranlage auf dem Gartenhausdach: Solarpanels auf den Gartenhausdach können lediglich eine Ergänzung zur Stromerzeugung darstellen. In der Praxis reicht der erzeugte Strom meist nicht für den zuverlässigen Betrieb einer Heizung und anderer Elektrogeräte.

Das Gartenhaus mit Fußbodenheizung ausstatten

Eine Fußbodenheizung für ein Gartenhaus ist die komfortabelste Variante. Eine herkömmliche Bodenheizung, die wir aus Wohnhäusern kennen, muss jedoch an ein Heizsystem angeschlossen werden. Das ist meinem Gartenhaus grundsätzlich nicht möglich. Es gibt aber eine interessante Alternative, die elektrische Fußbodenheizung. Für eine elektrische Fußbodenheizung in ihrem Gartenhaus brauchen Sie nur einen Stromanschluss. Die elektrische Fußbodenheizung besteht aus flachen Macken mit integrierten Heizdrähten, sie können eine solche Heizung als Komplettset kaufen. Die Fußbodenheizung wird bei einem Gartenhaus als Selbstbausatz schon beim Aufbau oder auch nachträglich zwischen dem Holzboden und einem Bodenbelag (wahlweise Laminat, Parkett, Teppich oder Holz) verlegt. Wie alle Stromheizungen hat aber leider auch die elektrische Fußbodenheizung hohe Betriebskosten.

Vorteile einer elektrischen Fußbodenheizung:

  • komfortable, angenehme und gleichmäßige Wärme
  • das Gartenhaus wird schnell warm
  • vergleichsweise langlebig

Nachteile:

  • der Einbau ist aufwendiger
  • hohe Energiekosten

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